|
Die Orgeln von St. Marien in Lemgo |
|||||||||||||
|
Gleich zwei große Orgeln erwarten den Besucher. Die historische Schwalbennestorgel geht in ihrem Ursprung auf die Jahre 1587 und 1612/ 13 zurück. Die sinfonische Neue Orgel entstand 1975. Die Alte Orgel Als einen Denkmalswert hohen Ranges aus der Zeit um 1600 beherbergt die Kirche St. Marien eine Orgel, die schwalbennestartig das Ostgewölbe des nördlichen Seitenschiffes ziert.
Alle diese Begriffe gemeinsam charakterisieren das Instrument. Rekonstruktion 2009-2010 Die heutigen Pedalwerke und die auffällige Schwalbennest-Empore entstanden im Zuge einer Modernisierung und Vergrößerung durch "Meister Fritse". Charakteristische Parallelen zwischen erhaltenen Orgelpfeifen der Lemgoer Orgel und denen der Tangermünder Scherer-Orgel haben alle Zuschreibungszweifel ausgeräumt: "Meister Fritse" war Fritz-Scherer aus der bedeutenden Hamburger Orgelbauerfamilie. Im Verlaufe der Jahrhunderte wurde das Pfeifenwerk häufig verändert und dem jeweiligen Zeitgeschmack angepasst, u. a. waren der Herforder Orgelbauer Christian Klausing und Friedrich Klaßmeyer aus Lerngo hier aktiv. Paul Ott, Göttingen, hat in den 1950er und 1970er Jahren das Innenleben so grundlegend umgebaut, dass sich bis 2009 ein modernes Instrument in einem annähernd ungestörten Renaissance-Gehäuse befand. Dem Elan des Kirchenvorstandsvorsitzenden Helmut Holländer und dem finanziellen Engagement zahlreicher Institutionen, Firmen und Einrichtungen sowie sehr vieler Gemeindemitglieder und der Gemeinde verbundener Einzelpersonen ist zu verdanken, dass über 500.000 € zusammen kamen und ein Rückbau in Angriff genommen werden konnte. Die Orgelbaufirma Rowan West in Altenahr vollendete 2010 einen stilistisch-handwerklich vorbildlichen Rückbau. Ziel der Rekonstruktion war der Zustand von 1613 inklusive auch mechanisch zu betreibender Windanlage. Als Berater waren der niederländische Organologe Koos van de Linde und Vera Lüpkes, Weserrenaissance-Museum Schloss Brake, Lemgo beteiligt. Damit wird der Orgellandschaft WestfalenLippe ein großartiges Instrument
zurückgegeben.
|
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
||||||||||||
|
Hauptwerk: Praestant Quintatien Gedackt Oktave Hohlfloyte Mixtur 2-6f Cimbal 3-6f Barpfeiff |
|
|
Oberwerk Praestant Hohlpfeiff Nasatt Waldpfeiff Cimbell Trumpett Zinke abf0 |
|
Pedal Bordaunen Baß Gemshornflöte Bassunen Baß Trumpeten Baß Cornet Baß |
|
|
||||||
|
|
|||||||||||||
|
Die Neue Orgel wurde 1974/75 von der Firma Paul Ott, Göttingen auf der Westempore der Kirche erbaut. Disposition: |
|
||||||||||||
|
Hauptwerk Pommer Prinzipal Rohrflöte Oktave Koppelflöte Quinte Oktave Mixtur Cornett Trompete Trompete Tremulant Koppel: Trompetenwerk Schwellwerk Rückpositiv |
|
Schwellwerk Rohrgedackt Holzprinzipal Salicional Schwebung Oktave Traversflöte Nasat Waldflöte Terz Sifflöte Mixtur Basson Hautbois Clarion Tremulant Koppel: Trompetenwerk |
|
Rückpositiv Gedackt Praestant Rohrcopula Schwiegel Nasat Scharff Cromorne Tremulant Koppel: Trompetenwerk Trompetenwerk:
|
|
Pedal Prinzipal Subbaß Quintbaß Oktave Gedackt Oktave Nachthorn Hintersatz Posaune Trompete Tremulant Koppeln: Trompetenwerk |
|
||||||
|
Spielhilfen: Heuss-Setzerkombination MP 92 5000 Speicherplätze Schweller Walze Sequenzer Tonumfang: Manuale C - a''', Pedal C - g' |
Technik: Spieltraktur mechanisch Schleiflade mit elektrischer Registratur Koppelanlage elektro-magnetisch gesteuert Registerzüge |
||||||||||||